Jahrestagung des DFJW

Vom 17. bis 19. Oktober trafen sich in Würzburg über 130 Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Städtepartnerschaftsvereinen zur Tagung des DFJW zum Thema  „Partizipation und Teilhabe von jungen Menschen in deutsch-französischen Städtepartnerschaften- Perspektiven für ein Europa der Bürger“. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Unterfranken organisiert.

Zwischen Deutschland und Frankreich existieren mehr als 2.200 Städtepartnerschaften und die Verschwisterungsquote zwischen den beiden Ländern ist damit so hoch wie nirgends sonst auf der Welt. Um den zahlreichen Mitgliedern in den vielen Partnerschaftsvereinen einen Raum zum Austausch zu geben, organisiert das DFJW regelmäßig Tagungen, bei denen über aktuelle Fragestellungen diskutiert wird und neue Projektideen entstehen sollen. In diesem Jahr wurde der Schwerpunkt auf das Engagement von jungen Menschen in Städtepartnerschaftsvereinen gelegt.

Nachdem alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen angekommen waren, eröffneten die Generalsekretäre des DFJW, Dr. Markus Ingenlath und Béatrice Angrand die Tagung. Nach den Grußworten von Generalkonsul Jean-Claude Brunet und dem Präsidenten des Bezirkstag Unterfranken, Erwin Dotzel, betonte Prof. Dr. Henri Ménudier der Universität Paris III - Sorbonne Nouvelle die Wichtigkeit der Teilhabe von jungen Menschen in Städtepartnerschaften.  Im Anschluss kamen dann Erwin Hund aus dem Partnerschaftsverein Edingen-Neckarhausen – Plouguerneau, Mareike Alscher vom Wissenschaftszentrum Berlin, Dr. Marion Gaillard, Historikerin am Sciences Po in Paris, Valérie Loirat, Pädagogische Mitarbeiterin des DFJW, DFJW-Juniorbotschafterin Anne Pirwitz und der ehemalige Stipendiat des Programms „Job in der Partnerstadt“ Baptiste Quetier in einer Podiumsdiskussion zu Wort und verdeutlichten anhand anschaulicher Beispiele oder wissenschaftlicher Forschungsergebnisse, wie sich junge Menschen heutzutage engagieren, warum sie an deutsch-französischen Projekten teilnehmen, wie man sie noch mehr motivieren kann und wie sehr das DFJW den Werdegang junger Menschen beeinflussen kann. Baptiste Quetier beispielsweise hatte vor der Teilnahme am Programm „Job in der Partnerstadt“ keinen Bezug zur deutschen Sprache und jetzt studiert er sogar in Deutschland. „Wozu das DFJW doch alles nützlich sein kann“ sagte er und bekam großen Applaus für seine euphorische Begeisterung für das DFJW und die deutsch-französischen Beziehungen.

Im Anschluss daran wurden die Teilnehmer und Organisatoren vom Oberbürgermeister der Stadt Würzburg Christian Schuchardt, der zum Erstaunen aller seine Rede in fließendem Französisch hielt und Erwin Dotzel, Präsident des Bezirkstags von Unterfranken, im Rathaus empfangen.

Nach einem gemeinsamen Abendessen ging es am nächsten Tag mit der Vorstellung einiger Arbeitsschwerpunkte des DFJW weiter. Später konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dann auch wieder aktiv werden und sich in verschiedenen Arbeitsgruppen über ihre Erfahrungen, Fragen oder Probleme austauschen. Am Nachmittag gab es dann auch die Möglichkeit sich an verschiedenen Thementischen über die einzelnen Programme des DFJW oder das Netzwerk der DFJW-Juniorbotschafter zu informieren und ganz informell mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Der letzte gemeinsame Abend wurde abgerundet durch ein Abendessen und eine Weinprobe in den Weinstuben des Bürgerspitals.

Am Sonntag wurden dann abschließend noch drei konkrete Projekte, wie das Kulturprojekt „Rock-School“ der Stadt Anglet und des Stadtjugendrings Ansbach, der sprachorientierter Austausch zu 100 Jahre 1. Weltkrieg zwischen Jarny, Linkenheim-Hochstetten und Gröditz oder das Sportprojekt „Balance/Equilibre“ des Landessportbundes Rheinland-Pfalz und der Amicale Bourguignonne des Sports vorgestellt.

Auch wenn es kein Erfolgsrezept für das Engagement von Jugendlichen in deutsch-französischen Städtepartnerschaftsvereinen gibt, wurden noch mehrere konkrete Ideen zusammengetragen. Mehrfach wurde betont, wie wichtig es ist jugendfreundliche Themen zu wählen und den jungen Menschen auch Verantwortung zu übertragen.

Nach diesem Wochenende in Würzburg fuhren dann alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit vielen neuen Ideen und glücklich über die positiven Eindrücke und die neuen Kontakte wieder zurück in ihre Heimat, wo sie sich von nun an noch mehr für die Beteiligung junger Menschen in ihren Vereinen einsetzten werden.

mit freundlicher Genehmigung des DFJW

 

Gruppenbild in Würzburg

Auf dem Bild von l. nach r.:

Semira Schuster, Freundeskreis Markt Erlbach - Panazol, Ingrid Pappler, Freundeskeis Gunzenhausen- Isle, Manfred Pappler, Freundeskreis Gunzenhausen - Isle, Maxime Négremont, Freundeskreis Isle - Gunzenhausen, Chantal Robert, Freundeskreis Isle - Gunzenhausen, Paulina Pacholec, Büro Regionalpartnerschaften Ansbach, Sylvie Feja, Büro Regionalpartnerschaften Ansbach, Veronika Walther, Partnerschaftskomitee Oberreichenbach - Saint-Robert, Prof. Dr. Henri Ménudier, Paris

 

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